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Kantorei Barmen-Gemarke – Mehr als 70 Jahre Musik für Wuppertal

 

Verehrte Konzertbesucher!

 

Die Kantorei Barmen-Gemarke geht mit KMD Prof. Volker Hempfling als neuem Künstlerischen Leiter in die Saison 2017/18. Er übernimmt das Dirigat der Proben, aller Abonnementkonzerte, Kantategottesdienste und der Sonderveranstaltungen. Als weit über die Landesgrenzen hinaus anerkannter Chor-und Orchesterdirigent sowie…

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Dozent und Interpret, dem die Kantorei Barmen-Gemarke seit ihren Gründer-jahren bekannt ist, garantiert er die Fortsetzung der Pflege und Präsentation anspruchsvoller, qualitativ hochwertiger Chormusik für Wuppertal und die Region.

"Der künstlerischen Tätigkeit des Gründers der Kantorei, Helmut Kahlhöfer, und seiner beiden Nachfolger, Manfred Schreier und Wolfgang Kläsener, gilt meine hohe Wertschätzung. Die ideen-und abwechslungsreichen Programme habe ich über viele Jahre mit großem Interesse verfolgt und sehr aufmerksam studiert. Ich freue mich auf die Aufgabe, mit der Kantorei Barmen-Gemarke musikalisch zu arbeiten, und lade Sie ein, unsere Konzerte auch in der neuen Saison zu besuchen und zu erleben.“
(Volker Hempfling)

Die Sängerinnen und Sänger der Kantorei heißen Sie zu anspruchsvoller Chor-und Instrumentalmusik im Kulturzentrum Immanuel herzlich willkommen.
Der Vorstand

Unser nächstes Konzert:

 

 Sonntag, 24.9.2017 um 16 Uhr

BACH & BACH-JAZZ

Saisoneröffnungskonzert im Rahmen der Wuppertaler Orgeltage 2017

 

Konzert 1 | Kulturzentrum Immanuel

(Aufgrund der Bundestagswahl findet das Konzert schon um 16 Uhr statt.)

Programm & Mitwirkende »

Werke von Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Orgel:
Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542
„Ein feste Burg ist unser Gott” BWV 720

Trio:
Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542
Concerto G-Dur BWV 592
Toccata und Fuge d-Moll BWV 565
Badinerie aus der Ouvertüre h-Moll BWV 1067
„Aus tiefer Not schrei ich zu dir” BWV 686

Chor & Trio:
„Wachet auf, ruft uns die Stimme” BWV 645
„Jesus bleibet meine Freude” aus Kantate BWV 147
„Air” aus der Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068

Thomas Gabriel Trio
Thomas Gabriel | Flügel
Gunnar Polansky | Bass
Martin Klusmann | Schlagzeug

Wolfgang Kläsener | Orgel

Kantorei Barmen-Gemarke | Volker Hempfling | Leitung

In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Spee-Akademie und dem Freundeskreis Wuppertaler Orgeltage e.V.

 

70 Jahre Kantorei Barmen-Gemarke

von Arnd Richter

 

1946 gründete Helmut Kahlhöfer die Kantorei Barmen-Gemarke. Arnd Richter (Redakteur bei WDR 3) erinnert sich.

 

WDR-Beitrag WDR 3 TonArt vopm 6.10.2016 anhören »

 

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70 Jahre Kantorei Barmen-Gemarke (1946-2016) von Arnd Richter
1946 – Der zweite Weltkrieg ist zu Ende, Deutschland liegt in Trümmern. Es fehlt hinten und vorne am Nötigsten, und trotz allem hat man als Nachgeborener das Gefühl, dass die Menschen damals auch nach etwas nur scheinbar so wenig Existenziellem lechzten wie Musik. Orchester formierten sich wieder, sofern ihre Mitglieder – damals ja ausschließlich Männer – nicht gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten waren, und sie bespielten die wenigen erhaltenen Säle unter oft widrigsten Bedingungen: Die Zuhörer mussten Briketts mitbringen, damit geheizt werden konnte. Trotzdem strömte das V olk in Scharen und schien unter dem Eindruck dessen, was es hörte für ein, zwei Stunden Not und Elend auszublenden. Aber es war nicht alleine das Musikhören, nach dem diese unmittelbare Nachkriegszeit verlangte, es gab auch ein ausgeprägtes Bedürfnis, selbst Musik zu machen. So kam es im ersten Jahrzehnt nach dem Krieg deutschlandweit zu einer Vielzahl von Chorgründungen: Ensembles von unterschiedlicher Größe, künstlerisch er Ausrichtung und Anspruch. Einige dieser Formationen haben sich einen überregionalen Ruf erworben und halten sich bis heute auf einem Niveau deutlich jenseits des Durchschnitt s. Dazu gehört die Kantorei Barmen- Gemarke, die vor siebzig Jahren von Helmut Kahlhöfe r aus genau den genannten Impulsen heraus gegründet worden ist. „Man war ja richtig au sgehungert nach Musik“, schilderte Gründungsmitglied Ruth Halstenbach bereits vor zwan zig Jahren die Gemütsverfassung derjenigen, die sich damals zusammengefunden hatten . Die Gründung der Kantorei fiel unter rein künstleri schen Gesichtspunkten in eine denkbar günstige Zeit: Schon vor dem Krieg hatte sich die Erkenntnis begonnen durchzusetzen, dass ein bestimmtes Repertoire anderer Aufführungsbeding ungen bedarf als sie bis weit ins 20. Jahrhundert hinein üblich waren. Der Geist der Zeit wandte sich in Sachen beispielsweise der Vokalmusik Johann Sebastian Bachs gegen die Chormas sen wie sie in der Folge der epochalen Matthäuspassion-Aufführung unter Felix Mendelssohn Bartholdy im März 1829 üblich geworden waren und bis in die 1970er Jahre hinein m ehr oder weniger üblich blieben. Dem philharmonischen Chorklang setzten einige Visionäre unter den Chorleitern der Nachkriegsjahre das Konzept kleinerer, stimmlich gu t ausgebildeter und damit klanglich entschieden flexiblerer Vokalensembles entgegen. Das gereichte nicht nur den großen und Seite 2 bedeutenden Vokalwerken des Barock zum Heil, sonder n beförderte auch ganz entscheidend eine beträchtliche Ausweitung des Repertoires, beispielsweise in Richtung des 16. und 17. Jahrhunderts. Zu eben diesen progressiv denkenden C horleitern ist auch Helmut Kahlhöfer zu zählen, und es verwundert deshalb nicht, dass bereits in den 50er Jahren die Fachabteilung für Alte Musik beim Westdeutschen Rundfunk in Köln auf den aufstrebenden jungen Chor im quasi benachbarten Wuppertal aufmerksam wurde. Über Jahrzehnte kam es zu einer fruchtbaren Zusamme narbeit, und wer heute in den Archiven des WDR nach der Kantorei Barmen-Gemarke sucht, der stößt auf nicht weniger als 123 Einspielungen: vom einfachen, anderthalbminütigen C horalsatz eines Johann Walter bis zum abendfüllenden Oratorium des langjährigen Wuppertal er Musikhochschuldekans Ingo Schmitt, über Motetten von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms und Max Reger, bis hin zu Praetorius, Schütz, Mendelssohn, Pepping oder Da llapiccola. Die Rundfunkaufnahmen der Kantorei spiegeln somit die Vielfalt der Programme, die Risikobereitschaft und die große stilistische Bandbreite, die von jeher die Arbeit d er Kantorei und auch deren Konzerte auszeichnet – und zwar über Helmut Kahlhöfers Wirke n hinaus auch unter seinen Nachfolgern Manfred Schreier und Wolfgang Kläsener. Und noch etwas Entscheidendes lässt sich an den WDR -Produktionen ablesen: Spätestens seit der Gründung der Cappella Coloniensis, des ersten E nsembles weltweit, das in Orchestergröße auf historischen Instrumenten spielte, war man beim Kölner Sender darauf erpicht, dem originalen Klang Alter Musik auf die Spur zu kommen . Schon früh, nämlich bereits 1957, holte man sich dafür im Vokalbereich die Kantorei Barmen- Gemarke ins Boot, ein sicheres Indiz einerseits für die hohe künstlerische Qualität des Chores, andererseits für die aufführungspraktisch weitblickende künstlerische Di sposition Helmut Kahlhöfers. Im Laufe der Pionierjahre der sogenannten historisch informi erten Bewegung entstanden etliche Aufnahmen mit Musik von Heinrich Schütz oder mit ge istlichen und weltlichen Kantaten von Johann Sebastian Bach. Mit von der Partie waren dabei jeweils die entsprechenden Instrumentalformationen, die im WDR zu jener Zeit – im Wortsinne – den Ton angaben: neben der Cappella das Collegium Musicum des WDR und das Collegium aureum. Namhafte Solisten jener Tage wie Ingeborg Reichelt, Elly Ameling, Agn es Giebel oder Theo Altmeyer machen diese Aufnahmen darüber hinaus auch heute noch zu e inem Hörvergnügen, selbst vor dem Seite 3 Hintergrund, dass sich die Interpretationsgeschicht e im Verlaufe der letzten fünf bis sechs Jahrzehnte deutlich weiterentwickelt hat. Auch wenn sich die Kantorei Barmen-Gemarke durch die Rundfunksendungen und auch durch andere Tonträgeraufnahmen überregional als feste Gr öße in der deutschen und der nordrhein-westfälischen Chormusik-Szene etablieren konnte, so ist sie doch mit ihrem Standort Wuppertal und besonders mit der Immanuelsk irche aufs Engste verbunden geblieben. Seit nunmehr siebzig Jahren gehören die Kantategottesdienste und die hochambitionierten Konzertreihen des Chores zu den etabliertesten und wichtigsten Faktoren im Kulturangebot der bergischen Metropole. Das städ tische Sinfonieorchester, das sogar bereits CD-Aufnahmen mit der Kantorei veröffentlich t hat, weiß die Qualitäten des Ensembles ebenso zu schätzen wie die vielen Musikfreunde im T al, für die es seit Jahrzehnten zum Pflichtprogramm gehört, die Konzerte in der akustis ch so besonders reizvollen Kirche an der Oberbarmer Sternstraße zu besuchen. Für die Damen und Herren des Chores sowie deren künstlerischen Leiter Wolfgang Kläsener stehen in der Jubiläumsspielzeit wieder Projekte an, die von der ungebrochenen Vitalität der Kantorei Barmen-Gemarke künden: Neben einer Konzert reise ins englische Kent wird es unter anderem im Dezember und Januar Aufführungen des Bac hschen Weihnachtsoratoriums, kombiniert mit zeitgenössischer Musik geben. Außerd em kann sich die Fangemeinde der Kantorei vor Ostern nächsten Jahres auf ein Großprojekt im Opernhaus freuen, um das einstweilen noch der Schleier des Geheimnisvollen gelegt ist. Arnd Richter

 

Unsere neueste CD  – "Die Schöpfung"

Hören Sie das große Oratorium von Joseph Haydn als Live-Mitschnitt vom 22.5.2016 aus der Immanuelskirche in Wuppertal!

 

 


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