Konzerte

Die sechs Abonnement-Konzerte bilden auch in der Saison 2015/16 den Schwer­punkt der künst­lerischen Arbeit der Kantorei Barmen-Gemarke.

Sonntag
27. 9. 2015
18 Uhr

Abonnement-Konzert 1

LIKE AS THE HART


Kulturzentrum Immanuelskirche, Sternstraße 73, 42275 Wuppertal

Französische und englische Romantik

mehr Informationen

CHARLES VILLIERS STANFORD (1852-1924)

  • „O be joyful in the Lord“ (Psalm 100) für Chor und Orgel

MAURICE DURUFLÉ (1902-1986)

  • Suite op. 5 für Orgel solo

HERBERT HOWELLS (1892-1983)

  • „Like as the hart desireth the waterbrooks“ für Chor und Orgel

JEHAN ALAIN (1911-1940) zum 75. Todestag

  • „Variations sur un thème de Clément Janequin“ für Orgel solo

HENRY BALFOUR GARDINER (1877-1950)

  • „Evening Hymn“ für Chor und Orgel

OLIVIER MESSIAEN (1908-1992)

  • „Alleluias sereins d'une âme qui désire le ciel“ für Orgel solo

CHARLES VILLIERS STANFORD (1852-1924)

  • „Magnificat“ und „Nunc dimittis“ für Chor und Orgel

Vincent Rigot (Paris) | Orgel
Kantorei Barmen-Gemarke
Wolfgang Kläsener | Leitung


Zu Gast ist Vincent Rigot, einer der Kathedral-Organisten aus Paris, der mit drei fulminanten Orgel-Beiträgen die Schuke-Orgel der Immanuelskirche in den Mittelpunkt rückt: Suite op. 5 von Maurice Duruflé, Alains Variationen über ein Thema von Clément Janequin, also ein altes Thema, und den zweiten Satz aus „L‘Ascension“, der Himmelfahrt Jesu, von Olivier Messiaen.

Darum gruppiert sich anglikanische Vokalmusik. Allesamt liturgisch gemeinte Musik, die die große Tradition von Chor-und-Orgel-Musik der Kathedralen in England aufgreift.

Den Rahmen bildet Charles Villiers Stanford: Der 100. Psalm zu Beginn, aus der Liturgie des anglikanischen „Evensongs“, die neutestamentlichen Gesänge „Magnificat“ und „Nunc dimittis“ in der Vertonung in C-Dur op. 115 zum Schluss.

Dazwischen zwei weitere Engländer, die deutlich nach Stanford geboren sind: Einmal Herbert Howells mit dem 42. Psalm „Like as the hart desireth the waterbrooks“ („Wie der Hirsch sich sehnt nach frischem Wasser“), eine herbe Vertonung, die vor allem harmonisch sehr dicht am Text entlang komponiert ist und dadurch in der Kombination mit Chor und Orgel ganz neue Klänge in die Immanuelskirche lockt. Weiterhin die „Abendhymne“ von Henry Balfour Gardiner, ein ebenfalls sehr klangvolles Stück mit Auffächerung in die Siebenstimmigkeit am Schluss.

England und Frankreich berühren sich auf diese Weise durch englische Vokalmusik und einen Organisten aus Paris, der mit Duruflé, Alain und Messiaen drei französische Komponisten mitbringt, insofern englische und französische Romantik, wie der Untertitel dieses Konzerts sagt.

Das Konzert wird in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Wuppertaler Orgeltage stattfinden. Dabei ist es gleichzeitig das festliche Saison-Eröffnungskonzert der Kantorei Barmen-Gemarke und das Abschlusskonzert des diesjährigen Herbstzyklus‘ der Wuppertaler Orgeltage.


Information zu den Eintrittspreisen


In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Wuppertaler Orgeltage e.V.


Sonntag
8. 11. 2015
18 Uhr

Abonnement-Konzert 2

AN DEN WASSERN ZU BABEL


Kulturzentrum Immanuelskirche, Sternstraße 73, 42275 Wuppertal

Requiem-Variationen

mehr Informationen

ALFRED SCHNITTKE (1934-1998)

  • „Requiem“ aus „Requiem 1974/75“ für Chor, Orgel und Instrumente

ARVO PÄRT (*1935)

  • „Littlemore Tractus“ für Chor und Orgel
  • „an den wassern zu babel saßen wir und weinten“ (Psalm 137) für Chor und Orgel

JOHANNES OCKEGHEM (um 1420-1459)

  • „Requiem“ für Chor a cappella

GABRIEL FAURÉ (1845-1924)

  • „Requiem“ op.48 für Soli, Chor und Orchester (version avec petit orchestre, 1889)

Carolin Wiens | Sopran
Michael Krinner | Bariton
Kammerorchester L'arte del mondo, Leverkusen
Hannah Hablitzel | Harfe
Eberhard Brünger | Orgel
Julia Zymla und Schahin Mahmoudi (Wuppertaler SchlagArt-Ensemble der Bergischen Musikschule)
Leonie Anders | Klavier
Lara Waskönig | E-Bass
John Mark Bahr | E-Gitarre
Kantorei Barmen-Gemarke
Wolfgang Kläsener | Leitung


Im Zentrum steht Gabriel Faurés Requiem op. 48. Nur zwei Solostimmen – Sopran und Bariton – hat das Werk. Es hat einen sehr tröstlichen Charakter. Zum Tode seines Vaters komponiert Fauré eine Musik, von der man den Eindruck hat, er wolle sich selbst damit Trost und Zuversicht zusingen, denn es fehlen alle dramatischen Elemente, obwohl das sonst sehr gewaltig vertonte Dies irae kurz anklingt – an der Stelle wird es auch einmal etwas dramatischer, aber insgesamt hat es einen sehr versöhnlichen tröstlichen Klangcharakter. Es vereint aparte Klänge mit lyrischer Intensität und endet am Schluss mit dem herrlichen „in Paradisum“ mit einem wundervollen Blick in den offenen Himmel. Wir führen die klanglich reizvolle charmante Version mit kleinem Orchester von 1889 auf. Duruflé hat zusätzlich eine Orgelversion komponiert und eine Version für großes Orchester.

Vorgeschaltet, weil Fauré nicht abendfüllend ist mit etwa 35 Minuten, sind vier kurze Werke, die in unterschiedlicher Weise Bezug zum Requiem von Gabriel Fauré nehmen.

Zunächst Alfred Schnittke, der ein größeres Requiem vertont hat, dessen Rahmen wiederum aus einem ganz archaischen Requiem, also dem Text „Requiem aeternam dona eis, Domine“ aus der katholischen Liturgie bildet. Nur diesen einstimmigen schlichten Rahmen singen wir, begleitet von einer besonderen Instrumenten-Kombination, so dass da klanglich schon ein Element der Meditation und der Konzentration auf den Requiemtext gegeben ist.

Dann zu seinem 80. Geburtstag Arvo Pärts „Littlemore Tractus“, ein sehr ruhiges, flächig dahinströmendes Werk mit einem großen Crescendo, einem Klangzenit in der Mitte und einem Decrescendo anschließend.

Dann Johannes Ockeghem: sein dreistimmiges Requiem a cappella, die früheste Requiem-Vertonung, die wir aus der Musikgeschichte nach der Einstimmigkeit – nach dem gregorianischen Requiem – haben, aus dem 15. Jahrhundert, auch eine sehr archaische Musik, gewissermaßen korrespondierend mit Arvo Pärt (Estland) und Alfred Schnittke (deutsch-russischer Herkunft). Das sind unterschiedliche asketische Verklanglichungen dieses Requiemtextes.

Und dazwischen, damit auch noch ein anderer textlicher Baustein dazukommt: Arvo Pärt „An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten“, der 137. Psalm, für Chor und Orgel: ein sehr eindrucksvolles Stück, das den Tintinabuli-Stil von Pärt exemplarisch darstellt. Wir schlagen damit gewissermaßen auch eine Brücke zum ersten Abo-Konzert, wo ja Herbert Howells mit dem 42. Psalm „Wie der Hirsch sich sehnt nach frischem Wasser“ einen sehr ähnlichen Psalm-Affekt im Programm hat.

Wieder einmal hat die Kantorei Barmen-Gemarke eine illustre Schar von Mitstreitern geladen: Das SchlagArt-Ensemble der Bergischen Musikschule ist ebenso dabei wie die Jungstudentin Hannah Hablitzel an der Harfe. Zwei Talente der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Standort Wuppertal, übernehmen die vokalen Partien. Zum ersten Mal kooperieren wir mit dem international anerkannten „Kammerorchester L’arte del mondo“, dem „Hausorchester“ von Bayer in Leverkusen, dessen Produktionen weltweit große Erfolge erzielen. Wir arbeiten hier auf eine Zusammenarbeit im Jahr 2017 hin und dachten, es wäre gut, wenn wir vorher schon einmal musikalischen Kontakt miteinander haben, und dazu eignet sich das Requiem am 8. November ganz besonders gut.

www.lartedelmondo.de (Kammerorchester L'arte del Mondo)


Information zu den Eintrittspreisen


In Kooperation mit der Friedrich-Spee-Akademie


Samstag
5. 12. 2015
18 Uhr

Abonnement-Konzert 3

O COME, O COME, EMMANUEL


Kulturzentrum Immanuelskirche, Sternstraße 73, 42275 Wuppertal

Musik zum Advent

mehr Informationen

DAVID WILLCOCKS (*1919)

  • „Angelus ad virginem“ für Chor und Orgel
  • „O come, O come, Emmanuel“ für Chor und Orgel

CÉSAR FRANCK (1822-1890)

  • Prélude, Fugue et Variation op.18 für Orgel solo

ERIK SATIE (1866-1925) zum 90. Todestag

  • „Messe des Pauvres“: Kyrie und Dixit Dominus für Chor und Orgel

JOHANN ECCARD (1533-1611)

  • „Was der alten Väter Schar“ für 5-stimmigen Chor a cappella
  • „Übers Gebirg Maria geht“ (Magnificat) für 5-stimmigen Chor a cappella
  • „Maria wallt zum Heiligtum“ (Nunc dimittis) für 6-stimmigen Chor a cappella
  • „Mit Ernst o Menschenkinder“ für 5-stimmigen Chor a cappella

HEINRICH SCHÜTZ (1585-1672)

  • „Meine Seele erhebt den Herren“ SWV 426 für Chor a cappella

JEHAN ALAIN (1911-1940)

  • „Le jardin suspendu“ für Orgel solo
  • „Litanies“ für Orgel solo

MORTEN JOHANNES LAURIDSEN(*1943)

  • „O magnum mysterium“ (1998) für achtstimmigen Chor a cappella

Kantorei Barmen-Gemarke
Wolfgang Kläsener | Leitung und Orgel


Abo-Konzert 3 ist ein Advents-Konzert, kein Weihnachts-Konzert. Wir haben ja die glückliche Situation, dass in unserem Publikum etliche Menschen sind, die den Unterschied zwischen Advent, also der Vorbereitungszeit auf Weihnachten und dem Weihnachtsfestkreis selber erleben und es schätzen, wenn wir die Musik unterschiedlich gestalten. Wir haben ein großes Weihnachtsprojekt mit der Aufführung der sechs Kantaten des Weihnachts-Oratoriums in sechs Gottesdiensten ab dem ersten Weihnachts-Feiertag. Daher war es für die Kantorei naheliegend, dass wir den Advent auch in diesem Jahr zum Schwerpunkt des Dezember-Konzerts machen. Schon am zweiten Advents-Samstag, dem 5. Dezember, mündend in einen geheimnisvollen Text und in eine entsprechend kongenial vertonte Musik von Morten Lauridsen „O magnum mysterium“: ein relativ neues Stück, 1998 komponiert für 8-stimmigen Chor a cappella, eine stimmliche Herausforderung für die Kantorei. Wegen der klaren Akustik der Immanuelskirche insofern aber auch eine schöne Aufgabe für die Vorbereitungszeit, hier den Chorklang, das Ohr, das gemeinsame Aufeinander-Hören und Singen mal wieder optimal zu schulen.

Das Konzert beginnt mit David Willcocks, 1919 geboren, also auch aus der anglikanischen Tradition kommend, mit einem ganz schlichten „Angelus ad virginem“ („Der Engel sprach zu der Jungfrau“: eine Verkündigungs-Situation), sowie „O come, O come, Emmanuel“ („Gott mit uns“), in dem der Name der Immanuelskirche einmal anklingt.

Erik Satie hat mit seiner „Messe des Pauvres“ („Armen-Messe“) gewissermaßen eine Anti-Musik geschrieben, sehr asketisch: Schon im Titel klingt an, dass es sich nicht um ein komplettes Ordinarium Missae mit Kyrie, Gloria usw. bis Agnus Dei handelt. Wohl beginnt es mit einem „Kyrie, Christe, Kyrie“, aber dann geht es weiter mit dem 112. Psalm „Dixit Dominus“, der eigentlich aus der Sonntags-Vesper stammt, sowie weiteren Sätzen für Orgel allein. Die menschliche Stimme verstummt also gewissermaßen in dieser Armen-Messe, und die Orgel betet allein weiter.

Dann zwei klassische Adventstexte aus der evangelischen, reformierten und lutherischen Tradition: „Übers Gebirg Maria geht“ von Johann Eccard für fünfstimmigen Chor a cappella - die Verkündigungs-Situation wie am Anfang des Programms - und von Heinrich Schütz das Magnificat - gewissermaßen die Antwort der Maria auf das, was Elisabeth ihr zusagt - in der schlichten vierstimmigen Vertonung aus den „12 geistlichen Gesängen“, die Heinrich Schütz für seine Schüler an der Klosterschule komponiert hat, um sie in den vierstimmigen Chorgesang und die geistliche Welt einzuführen.

Auflockernd zwischendurch klangvolle Orgelwerke: Von César Franck (zum 125. Todestag) Prélude, Fugue et Variation, sowie zwei kleinere Werke von Jehan Alain: „Die hängenden Gärten“ und „Litanies“, die beide auf sehr unterschiedliche Weise noch einmal die Orgel der Immanuelskirche in den Mittelpunkt rücken.


Information zu den Eintrittspreisen



Weitere Aufführung am Sonntag 6. Dezember um 18 Uhr in der reformierten Kirche Wuppertal-Ronsdorf (Kurfürstenstraße 13, 42369 Wuppertal).

Veranstalter: ev.-reformierte Gemeinde Ronsdorf


Sonntag
24. 1. 2016
18 Uhr

Abonnement-Konzert 4
Gewidmet Johannes Rau zum 85. Geburtstag

MUSIK FÜR DEN FÜRSTEN


Kulturzentrum Immanuelskirche, Sternstraße 73, 42275 Wuppertal

Kammermusik von J.S. Bach am Hofe des Fürsten Leopold von Anhalt in Köthen.

mehr Informationen

JOHANN SEBASTIAN BACH (1685-1750)

  • Sonate D-Dur BWV 1028 für Violoncello piccolo und Cembalo
  • Chaconne aus der Partita Nr.2 d-Moll BWV 1004 für Violine solo
  • Sonate A-Dur BWV 1032 für Flöte und Cembalo
  • Sonate G-Dur BWV 1039 für Flöte, Violine und Basso continuo
  • aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach:
    • Präludium BWV 846 („Wohltemperiertes Klavier“), gespielt auf dem Harmonium der Familie Rau
    • „Dir, dir Jehova, will ich singen“
    • Aria BWV 988 („Goldberg-Variationen“), gespielt auf der Mebold-Truhenorgel
  • Choral „Jesus bleibet meine Freude“ aus der Kantate BWV 147, zum Gedenken an Johannes Rau

Carola Seibt | Violine
Udo Mertens | Flöte
Roland Schwark | Violoncello
Kantorei Barmen-Gemarke
Wolfgang Kläsener | Leitung, Cembalo, Truhenorgel und Harmonium


Bach hat sich in dem kleinen Fürstenhof in Köthen sehr wohl gefühlt. Der Fürst ließ ihm freie Hand, eine außerordentlich prächtige Musik zu entfalten, in erster Linie Instrumental- und Kammermusik. Nachdem Bach den Tod des Fürsten betrauern musste und eine „Amusa“ die Regentschaft übernahm, musste er sich nach einer neuen Wirkungsstätte umsehen und wurde Thomaskantor in Leipzig.

Anknüpfend an das sehr erfolgreiche Konzert „Bach in Köthen“ vor zwei Jahren erklingt erneut die gleiche Instrumentenkombination Violine, Flöte, Violoncello und Cembalo.

Alle Solo-Instrumente sind auch wieder mit eigenen Sonaten vertreten, wobei es diesmal die Violine ist, die einen Auszug aus einer Solo-Partita spielt: die berühmte Chaconne aus der zweiten Partita in d-Moll. Man spürt in diesem rund achtminütigen Schlusssatz, was Bach mit den vier Saiten des kleinen Instrumentes für Klanggebäude aufzubauen in der Lage ist.

Cello und Flöte spielen Solo-Sonaten mit Continuo-Begleitung: das Cello in der freundlichen Tonart D-Dur, und auch die A-Dur-Sonate der Flöte hat einen eher heiteren Charakter.

Diesmal erklingt vereint nicht die große Triosonate aus dem „musikalischen Opfer“, sondern ein helleres lichteres Werk: die Sonate für Flöte, Violine und Basso continuo G-Dur BWV 1039, in der die Spielfreude stärker zum Vorschein kommt, als in dem gravitätischen Gestus des „musikalischen Opfers“.

Die Kantorei ist beteiligt durch einige kleine Gesänge aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach: Da gibt es einige kleine schöne vierstimmige Sätze, die die instrumentale Kammermusik vokal sehr schön anreichern.

Wir danken der Johannes Rau-Stiftung sehr, dass sie dieses Konzert großzügig fördert. Die Stiftung gründete der damalige Bundespräsident zusammen mit seiner Frau. Die Kantorei Barmen-Gemarke verdankt der Stiftung die wunderbare Mebold-Truhenorgel, die sie im Konzert hören, ebenso wie das Harmonium der Familie Rau.


Information zu den Eintrittspreisen


Gefördert von der Johannes-Rau-Stiftung.

In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Spee-Akademie.


Sonntag
21. 2. 2016
17 Uhr

Kantorei auf Reisen

HEINRICH SCHÜTZ
PASSIONSKONZERT


Sankt Gertrud Kirche + Kultur, Krefelder Straße 57, 50670 Köln

mehr Informationen

HEINRICH SCHÜTZ (1585-1672)

  • Aus den „Psalmen Davids 1619“ für zwei 4-stimmige Chöre und Basso continuo
    • „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ Psalm 130 SWV 25
    • „Ach Herr, straf mich nicht mit deinem Zorn“ Psalm 6 SWV 24
    • „An den Wassern zu Babel“ Psalm 137 SWV 37
  • „Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes“ SWV 330 für 4 Singstimmen und Basso continuo
  • Johannes-Passion („Historia des Leidens und Sterbens unsers Herrn und Heylandes Iesu Christi nach dem Evangelisten St. Johannem“) SWV 481 für Soli und 4-stimmigen Chor a cappella
  • „Die sieben Worte Jesu Christi am Kreuz“ SWV 478 für Soli, 5-stimmigen Chor und Instrumente

GEORG MUFFAT (1653-1704)

  • Concerto grosso „Delirium amoris“ aus „Auserlesene Instrumentalmusik“ (1701) für Concertino und Concerto grosso

Vokalsolisten „stimm:werk 4“
Cölner Barockorchester
Kantorei Barmen-Gemarke
Wolfgang Kläsener | Leitung


Das Passionskonzert ist einem einzigen Komponisten gewidmet: Heinrich Schütz. Die Gattungen, die dort erklingen, sind sehr unterschiedlicher Natur.

Im Herzen steht die a-cappella-Passion nach dem Evangelisten Johannes. Sie ist also völlig unbegleitet – auch kein Continuo – was für jede Aufführungssituation eine Herausforderung darstellt: 35 Minuten am Stück a cappella: intonationsrein, mit einem homogenen Ausdrucksgehalt und Charakter zu musizieren. Es genügen die beiden ausführenden Solisten Tenor für den Evangelisten-Part und Bass für die Vox Christi. Alle anderen soliloquenten Stellen sind mühelos mit Chorsängern zu besetzen, so dass wir hier eine kleine intime aber nicht weniger großartige Passions-Vertonung / -Verklanglichung aus der Feder von Heinrich Schütz vorliegen haben.

Darum herum gruppieren sich instrumental begleitete Werke: zu Beginn drei große doppelchörige Psalmen aus der Sammlung „Psalmen Davids“. Zum Thema des Passionskonzertes passend zunächst der 130. Psalm „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“, dann Psalm 6 „Ach Herr, straf mich nicht mit deinem Zorn“ und Psalm 137 „An den Wassern zu Babel“. Sie sind alle drei für zwei 4-stimmige Chöre und Basso continuo, was dazu einlädt, die beiden 4-stimmigen Chöre durchaus unterschiedlich klanglich zu besetzen: vom Solistenquartett, das bei dem Konzert mit dabei ist, bis zur großen Kantorei als Kapellchor sind alle Möglichkeiten auch der kleineren Formationen mit zwei, drei Sängern pro Stimme möglich. Wir wollen hier ausprobieren, in welcher Klangcharakteristik diese Psalmen am besten zur Geltung kommen.

Und schließlich als Abschlusswerk ein Werk besonderen Charakters, nämlich „Die sieben Worte Jesu Christi am Kreuz“: die Zusammenstellung aller wörtlichen Zitate Christi am Kreuz in den vier Evangelien, also keine Passionsbetrachtung aus der Hand eines einzigen Evangelisten, sondern aller vier zusammen. Die wörtlichen Zitate werden jeweils betrachtet und gerahmt durch eine Eingangs- und eine Schluss-Musik, zu der fünf Streichinstrumente sich hinzu gesellen und eine sehr aparte intensive andächtige Musik als klanglichen Rahmen liefern.


www.gemeinden.erzbistum-koeln.de/st-agnes-koeln/kirchen/st_gertrud


Sonntag
6. 3. 2016
18 Uhr

Abonnement-Konzert 5

HEINRICH SCHÜTZ
PASSIONSKONZERT


Kulturzentrum Immanuelskirche, Sternstraße 73, 42275 Wuppertal

mehr Informationen

HEINRICH SCHÜTZ (1585-1672)

  • Aus den „Psalmen Davids 1619“ für zwei 4-stimmige Chöre und Basso continuo
    • „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ Psalm 130 SWV 25
    • „Ach Herr, straf mich nicht mit deinem Zorn“ Psalm 6 SWV 24
    • „An den Wassern zu Babel“ Psalm 137 SWV 37
  • „Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes“ SWV 330 für 4 Singstimmen und Basso continuo
  • Johannes-Passion („Historia des Leidens und Sterbens unsers Herrn und Heylandes Iesu Christi nach dem Evangelisten St. Johannem“) SWV 481 für Soli und 4-stimmigen Chor a cappella
  • „Die sieben Worte Jesu Christi am Kreuz“ SWV 478 für Soli, 5-stimmigen Chor und Instrumente

GEORG MUFFAT (1653-1704)

  • Concerto grosso „Delirium amoris“ aus „Auserlesene Instrumentalmusik“ (1701) für Concertino und Concerto grosso

Vokalsolisten „stimm:werk 4“
Cölner Barockorchester
Kantorei Barmen-Gemarke
Wolfgang Kläsener | Leitung


Das Passionskonzert ist einem einzigen Komponisten gewidmet: Heinrich Schütz. Die Gattungen, die dort erklingen, sind sehr unterschiedlicher Natur.

Im Herzen steht die a-cappella-Passion nach dem Evangelisten Johannes. Sie ist also völlig unbegleitet – auch kein Continuo – was für jede Aufführungssituation eine Herausforderung darstellt: 35 Minuten am Stück a cappella: intonationsrein, mit einem homogenen Ausdrucksgehalt und Charakter zu musizieren. Es genügen die beiden ausführenden Solisten Tenor für den Evangelisten-Part und Bass für die Vox Christi. Alle anderen soliloquenten Stellen sind mühelos mit Chorsängern zu besetzen, so dass wir hier eine kleine intime aber nicht weniger großartige Passions-Vertonung / -Verklanglichung aus der Feder von Heinrich Schütz vorliegen haben.

Darum herum gruppieren sich instrumental begleitete Werke: zu Beginn drei große doppelchörige Psalmen aus der Sammlung „Psalmen Davids“. Zum Thema des Passionskonzertes passend zunächst der 130. Psalm „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“, dann Psalm 6 „Ach Herr, straf mich nicht mit deinem Zorn“ und Psalm 137 – auch dieser Psalm kam in der Saison schon einmal vor – „An den Wassern zu Babel“. Sie sind alle drei für zwei 4-stimmige Chöre und Basso continuo, was dazu einlädt, die beiden 4-stimmigen Chöre durchaus unterschiedlich klanglich zu besetzen: vom Solistenquartett, das bei dem Konzert mit dabei ist, bis zur großen Kantorei als Kapellchor sind alle Möglichkeiten auch der kleineren Formationen mit zwei, drei Sängern pro Stimme möglich. Wir wollen hier ausprobieren, in welcher Klangcharakteristik diese Psalmen in der Immanuelskirche am besten zur Geltung kommen.

Und schließlich als Abschlusswerk ein Werk besonderen Charakters, nämlich „Die sieben Worte Jesu Christi am Kreuz“: die Zusammenstellung aller wörtlichen Zitate Christi am Kreuz in den vier Evangelien, also keine Passionsbetrachtung aus der Hand eines einzigen Evangelisten, sondern aller vier zusammen. Die wörtlichen Zitate werden jeweils betrachtet und gerahmt durch eine Eingangs- und eine Schluss-Musik, zu der fünf Streichinstrumente sich hinzu gesellen und eine sehr aparte intensive andächtige Musik als klanglichen Rahmen liefern.

Zum ersten Mal hören Sie das Solistenquartett stimm:werk 4 mit dem Geistlichen Konzert für vier Stimmen und Basso continuo „Wer will uns scheiden“ SWV 330. Das Quartett gründete sich aus dem verstärkten Interesse an vokaler Ensemblearbeit, dessen Mitglieder intensive stimmliche Ausbildung mit einem reichen Erfahrungsschatz an vokalen Gestaltungsmöglichkeiten verbindet. stimm:werk 4, das sind die Sopranistin Evelin Affolderbach, die Altistin Stefanie Wagener, der Tenor Marco Agostini und der Bariton Thomas Stiefeling. Regelmäßig betreut Wolfgang Kläsener Proben und Programme.

Instrumental begleitet uns das Cölner Barockorchester. Die jungen Musiker sind allesamt Absolventen des Studiengangs „Alte Musik“ der Kölner Hochschule für Musik und Tanz. Das Cölner Barockorchester steht für kongeniales Spiel, frische Ideen, originelle Programme und künstlerische Freiheit. Es wird gefördert von der RheinEnergieStiftung Kultur und vom Kulturamt der Stadt Köln.


Information zu den Eintrittspreisen


In Zusammenarbeit mit dem Schulreferat des Kirchenkreises Wuppertal und der Friedrich-Spee-Akademie.


Sonntag
17. 4. 2016
18 Uhr

Stiftungskonzert 2016

LICHTE STILLE
RAUM UND GEBET


Kulturzentrum Immanuelskirche, Sternstraße 73, 42275 Wuppertal

Gregorianische Choräle, Solo-Alt, Chor und Orgel.

Benefizkonzert zugunsten der Stiftung Kantorei Barmen-Gemarke

mehr Informationen

GREGORIANISCHE CHORÄLE

  • Ecce Dominus noster (Sieh unser Herr)
  • Lumen ad relevationem gentium (Ein Licht zur Erleuchtung der Völker
  • Salva nos (Sei unser Heil)
  • Nunc dimittis (Nun lässt du, Herr)
  • Pater noster
  • Vidi aquam (Ich sah Wasser fließen)

ANTONÍN DVORÁK (1841-1904)

  • Biblische Lieder op.99 nach Worten aus dem Buch der Psalmen für Alt und Klavier
    • Rings um den Herren
    • Sieh auf mich
    • Gott, erhöre mein inniges Flehn
    • Der Herr ist mein Hirte
    • Herr, o mein Gott
    • Hör, o Vater
    • An den Wassern zu Babylon
    • Wende dich zu mir
    • Mein Auge hebt zu den Bergen sich
    • Singet ein neues Lied

MAURICE DURUFLÉ (1902-1986)

  • „Notre père“ für Alt und Orgel

LOUIS LEWANDOWSKI (1821-1894)

  • aus 18 liturgische Psalmen für Solostimme, Chor und Orgel:
    • „Wie ein Hirsch lechzet nach frischem Wasser“ (Psalm 42, 43)
    • „Wie lieblich sind deine Wohnungen“ (Psalm 84)

GASTON LITAIZE (1909-1991)

  • „Oraison Dominicale“ für Alt und Orgel

FRANK MARTIN (1890-1974)

  • „Notre Père“ aus dem Oratorium „In terra pax“ (1944) für Chor und Orgel

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY (1809-1847)

  • Sonate op.65 Nr.6 „Vater unser im Himmelreich“ für Orgel

MAX REGER (1873-1916)

  • aus den „Zwölf Geistlichen Gesängen“ op. 137 für Alt und Klavier
    • Morgengesang
    • Dein Wille, Herr, geschehe
    • O Herre Gott, nimm du von mir
    • Laß dich nur nicht nichts dauern
    • O Jesu Christ, wir warten dein
    • Am Abend

Choralschola von St. Johann Baptist
Thomas Grunwald | Leitung

Elisabeth Graf | Alt

Franz-Josef Reidick | Orgel

Kantorei Barmen-Gemarke
Wolfgang Kläsener | Leitung, Klavier und Orgel


Einmal jährlich rücken wir die Stiftung Kantorei Barmen-Gemarke in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die Stiftung wurde 2005 gegründet, um Kapital zu bilden, das die Arbeit der Kantorei langfristig sichert.

Elisabeth Graf, selbst Kuratoriumsmitglied, schenkt uns mit ihrem wunderbaren Alt Gesänge aus den Biblischen Liedern op. 99 von Antonin Dvorák, aus den „Geistlichen Gesängen“ op. 137 von Max Reger und „Vater unser“-Vertonungen von Maurice Duruflé, Gaston Litaize und Frank Martin. Zu Gast ist die Choralschola aus St. Johann Baptist unter der Leitung von Thomas Grunwald. Wolfgang Kläsener spielt an der Schuke-Orgel die Sonate op. 65 Nr. 6 „Vater unser im Himmelreich“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Kantorei singt von Louis Lewandowski aus den „18 liturgischen Psalmen““ für Chor und Orgel.

Das Konzert ist Teil des Festivals „Lichte Stille“: Das Erzbistum Köln fördert in den Jahren 2016-2018 neue Konzepte von Kirchenmusik in der Kulturregion Bergisches Land in Kooperation katholischer und evangelischer KirchenmusikerInnen und den Bildungswerken des Erzbistums. Unser Stiftungskonzert ist ausgewählt worden, den Reigen des Festivals zu eröffnen. Im Jahr 2016 steht der „Raum“ im Zentrum der Programme. Die Immanuelskirche bietet die Möglichkeit, die Musik von verschiedenen Orten im Raum erklingen zu lassen.


Musikprojekt „Lichte Stille. Neue geistliche Musik im Bergischen Land“

www.medientube.de: Film zum Musikprojekt „Lichte Stille“ mit Ausschnitten aus dem Konzertprogramm (Dauer: 3:50)


Eintritt frei | Ausgangskollekte zugunsten der Stiftung Kantorei Barmen-Gemarke


In Zusammenarbeit mit der Stiftung Kantorei Barmen-Gemarke
Gefördert vom Musikprojekt „Lichte Stille. Neue geistliche Musik im Bergischen Land“

Sonntag
22. 5. 2016
18 Uhr

Abonnement-Konzert 6

DIE SCHÖPFUNG


Kulturzentrum Immanuelskirche, Sternstraße 73, 42275 Wuppertal

Oratorium von Joseph Haydn

mehr Informationen

JOSEPH HAYDN (1732-1809)

  • „Die Schöpfung“ (1798) - Oratorium für Soli, Chor und Orchester

Catalina Bertucci | Sopran
Andreas Wagner | Tenor
Thomas Laske | Bass

Kammerphilharmonie Wuppertal
Werner Dickel | Einstudierung

Kantorei Barmen-Gemarke
Erwachsenenchor der Antoniusmusik
Wolfgang Kläsener | Leitung


Als großes Saison-Abschlusskonzert und als Auftakt zur 70-Jahr-Feier Kantorei Barmen-Gemarke (1946 gegründet) steht am 22. Mai 2016 Joseph Haydns „Schöpfung“ auf dem Programm. Mit Catalina Bertucci, Andreas Wagner und Thomas Laske haben drei hochkarätige Solisten zugesagt. Werner Dickel ist Partner mit seiner Kammerphilharmonie Wuppertal, die inzwischen eine eigene Konzertreihe in der Immanuelskirche durchführt. Diese Aufführung unterstreicht die Programmvielfalt der Kantorei Barmen-Gemarke in ihrem Jubiläumsjahr: von der A-cappella-Motette bis zum abendfüllenden Oratorium, von Alter Musik bis zu Uraufführungen spannt sich das Interesse der Sängerinnen und Sänger, die mit über 20 Auftritten in der laufenden Saison ihr großes Leistungsspektrum zeigen.


www.kammerphilharmonie-wuppertal.de (Kammerphilharmonie Wuppertal)


Information zu den Eintrittspreisen


In einem zusätzlichen Kinder- und Familienkonzert am 9. Mai möchten wir Haydns Schöpfung in Zusammenarbeit mit der Bergischen Musikschule den folgenden Hörer-Generationen nahe bringen.

Informationen zum Konzert „Schöpfung für Kinder“

Bergische Musikschule (Veranstaltungs-Ankündigung mit Link zum Vorverkauf)


Gefördert durch die Knipex AG.

Gefördert durch die Schuler-Stiftung.

Gefördert durch die Stiftung Kalkwerke Oetelshofen.

Gefördert durch die Vorwerk & Co.KG.