Die Immanuelskirche

Die 1867 bis 1869 von der reformierten Gemeinde Barmen-Gemarke im neugotischen Stil erbaute Immanuelskirche ist seit 1946 die Heimat der Kantorei Barmen-Gemarke. Dank ihrer ausgezeichneten klaren Akustik eignet sie sich ideal als Aufführungsstätte. So nutzt der WDR die Immanuelskirche seit den 1950er Jahren bis heute gern für seine Musikproduktionen.

Kulturzentrum Immanuelskirche

Seit 1984 gehört die Immanuelskirche einem privaten Trägerverein, der seine Wurzeln in einer Bürgerinitiative hat: Als sich Anfang der 1980er Jahre die reformierten und die lutherischen Protestanten in Oberbarmen vereinigten, wurde die Immanuelskirche als Gemeindekirche aufgegeben. Wolfgang Fehl, der ihr sowohl als Mitsänger in der Kantorei Barmen-Gemarke als auch als Presbyter verbunden war, gründete eine Bürgerinitiative, in der von Anfang an die Kantorei Barmen-Gemarke stark vertreten war. Prominentestes Mitglied war Johannes Rau, der damalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Die Initiative konnte die Kirche, die zwei Weltkriege nahezu unbeschadet überstanden hatte, vor dem Abriss bewahren. Der Trägerverein Immanuelskirche wurde als das erste Unternehmen dieser Art Vorbild für viele andere Umnutzungsprojekte. Er konnte das Gotteshaus mit großzügiger Hilfe durch Fördermittel und Spendengelder denkmalgerecht sanieren und zu einem beliebten, gut ausgestatteten Kulturzentrum umgestalten. Auch Künstler von internationalem Rang, wie Simon Preston, David Geringas und Maurice André, traten hier schon auf.

Schuke-Orgel

Die Berliner Orgelbauwerkstatt Karl Schuke erbaute 1967 für die Immanuelskirche eine der größten und klangschönsten Orgeln der Region. Mit 54 Registern, die über 4  Manuale angesprochen werden können, hält die Schuke-Orgel die Klangfarben für ausgefeilte Interpretationen bereit.

Zusätzlich besitzt die Immanuelskirche eine Jann-Truhenorgel, einen Konzertflügel und ein Cembalo.


Links:

Facebook-Seite der Immanuelskirche
www.immanuelskirche.de
Sitzplan der Immanuelskirche
Anfahrt zur Immanuelskirche